● GBFS (Granulated Blast Furnace Slag – granulierte Hochofenschlacke) ist ein Nebenprodukt der Stahlherstellung und kann als Rohstoff in der Zementproduktion verwendet werden.
● Die Verwendung von GBFS kann CO₂-Emissionen reduzieren und die Bindeeigenschaften von Zement verbessern.
● Holcim Trading & Shipping handelt und transportiert weltweit grosse Mengen an Rohstoffen über die Ozeane.
In einer Zeit, in der nachhaltige Lösungen und Ressourceneffizienz gefordert sind, ist zirkuläres Bauen keine abstrakte Theorie, sondern eine dringende Notwendigkeit. Eines der bedeutendsten Beispiele für die Reduzierung von CO₂-Emissionen in der Bauindustrie ist die Nutzung von granulierten Hochofenschlacke (GBFS), das weltweit als Rohstoff gehandelt wird, um Zement zu dekarbonisieren.
GBFS entsteht in Stahlwerken, wenn flüssige Eisenerzschlacke rasch in Wasser abgekühlt wird. Dabei bildet sich ein hydraulisches Material, das reich an Calciumsilikaten ist und sich hervorragend für den Einsatz in Zement eignet. Früher wurde GBFS auf Deponien entsorgt – eine verlorene Ressource und eine Umweltbelastung für die Stahlhersteller. Heute gilt GBFS als hocheffizienter zusätzlicher Zementrohstoff, insbesondere als Ersatz für Klinker.
Klinker ist das Rückgrat des Zements und verantwortlich für rund 60–70 % der CO₂-Emissionen während der Zementherstellung. Wenn GBFS in der Zementproduktion verwendet wird, sinken sowohl der CO₂ Fussabdruck des Endprodukts als auch der Bedarf an Primärrohstoffen. Dies hilft nicht nur bei der Dekarbonisierung der Zementindustrie, sondern nutzt auch Nebenprodukte der Stahlindustrie, sodass diese nicht entsorgt werden müssen.
Neben den ökologischen Vorteilen ermöglicht GBFS auch die Herstellung von Spezialzementen mit verbesserten Eigenschaften, wie erhöhter Beständigkeit und reduzierter Hydratationswärme. Das zeigt, dass Zirkularität Umwelt und Wirtschaft zugleich voranbringt und dabei hilft, moderne, nachhaltige Baustoffe zu entwickeln, die zu einer smarten Infrastruktur führen. Holcim Trading & Shipping spielt eine zentrale Rolle bei der Beschaffung des Rohstoffes. Asien produziert durch seine große Stahlindustrie viel GBFS, und die wachsende Nachfrage in Europa – getrieben von strengeren CO₂-Regulierungen und nachhaltiger Infrastrukturpolitik –deckt sich optimal mit diesem Angebot. Die Zementproduktion erfordert nicht nur lokales Recycling, sondern benötigt ein globales Beschaffungsnetzwerk. Holcim Trading & Shipping spielt dabei eine zentrale Rolle, indem es GBFS effizient verteilt, Angebot und Nachfrage ausgleicht und so zur CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft beiträgt. GBFS ist ein Paradebeispiel: Einst ein Nebenprodukt der Stahlindustrie, wird es heute zu einem leistungsstarken Klinker Ersatz, der dank gezieltem Rohstoffhandel Emissionen und Deponievolumen deutlich verringert.
Das Ergebnis: Hochwertige Baustoffe mit geringem CO₂-Fussabdruck, die zeigen, wie wertvoll Welthandel als Werkzeug für eine zirkuläre, klimafreundliche Infrastruktur ist – und
die letztlich dazu beitragen, eine nachhaltigere Welt für jetzige und zukünftige Generationen zu schaffen.